Ich denke momentan viel über den Blog nach. Nicht, dass ich bisher nicht viel über ihn nachgedacht hätte, aber aktuell sind es weniger Gedanken darüber, was ich so alles schreiben möchte/wöllte/könnte, wenn ich denn mal die Zeit dazu finde. Es sind Gedanken darüber, wie es mit dem Blog grundsätzlich weitergehen soll. Und ob es überhaupt weitergehen soll.

Als ich diesen Blog ins Leben gerufen habe, war mein Hauptanliegen zu zeigen, dass auch Eltern mit Behinderung ein größtenteils normales Familienleben führen. Mit all den Höhen und Tiefen, die dazu gehören. Und eben den Besonderheiten, die meine Behinderung mit sich bringen.

Ich wollte immer allen Seiten des Mamaseins einen Raum geben. Nur so machte für mich das Bloggen Sinn – keine reine Friede-Freude-Eierkuchen-Mentalität. Nun kam jedoch die Fehlgeburt. Nach dem ersten Schock, stellte ich mir die Frage: „Schreibst du darüber?“ Noch vor ein paar Monaten hätte ich wohl mit einem entschiedenen „Nein, viel zu persönlich“ geantwortet. Doch die Vorstellung auf dem Blog einfach weiterzumachen als wäre nichts gewesen? Nein, das hätte sich falsch angefühlt – wie eine große Lüge. Meine Fehlgeburt ist ein Teil von mir, ein Teil meines Mamaseins und soll daher auch ein Teil dieses Blogs sein.

Und auf den Blog verzichten kann und will ich nicht mehr. Dazu bedeutet er mir mittlerweile viel zu viel. Auch wenn ich gewiss nicht zu den Vielschreibern unter den Mamabloggern zähle.

Also entschied ich mich über das Erlebte, den Schmerz und meinen inneren Kampf zu schreiben. Und es tat gut. Sehr gut sogar. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal jedem einzelnen Menschen danken, der mir in den vergangen Wochen sein Mitgefühl ausgesprochen hat – egal ob im wahren Leben, auf dem Blog oder über einen der Social-Media-Kanäle. Eure lieben Worte haben mir durch eine der schwersten Zeiten meines Lebens geholfen und ich danke euch dafür.

Wer sich nun fragt, wie es hier inhaltlich weitergehen wird: Ich werde auch zukünftig über das schreiben, was mir auf dem Herzen liegt und was mich besonders beschäftigt. Natürlich werden Trauer und Kinderwunsch in nächster Zeit eine größere Rolle spielen, da sie auch einen großen Raum in meinem Leben einnehmen. Aber ich habe noch viele andere Themen in meinem Kopf: So möchte ich meine Gedanken zu Vereinbarkeit, Familie, Geburt uvm. aufschreiben. Auch unsere letzten Ausflüge, Krümels zweiter Geburtstag und unser Spätsommerurlaub wollen verbloggt werden.

Außerdem möchte ich dem Kuriosen, Albernen und Absurden im Familienchaos mehr Plätzchen einräumen, denn ein bisschen Humor kann ich momentan sehr gut gebrauchen. Ich werde also endlich mal wieder den Zeichenstift spitzen. Woohoo!

Ich hoffe, ich lest hier auch weiterhin gerne mit. Ich freue mich auf die Zukunft mit euch!

Quo vadis Mami anders?
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