Vorgestern Abend haben wir einen kühnen Entschluss gefasst: Wir wollen am nächsten Morgen zum Frühstück ins Möbelhaus! Die Tatsache, dass wahrscheinlich die halbe Bevölkerung der näheren Umgebung dieselbe Idee haben würde, ignorierten wir geflissentlich. Nach den Feiertagen hat man ja schon ein bisschen das Gefühl, mal wieder unter Leute zu müssen. Vom Spazierengehen haben wir langsam genug. Wir brauchen Zivilisation! Gut, das Gedränge in einem Möbelhaus ist vielleicht nicht der Inbegriff von Zivilisation, aber „unter Leute“ trifft‘s. Wenigstens mussten wir nichts einkaufen oder umtauschen. So konnten wir die Sache entspannt angehen.

Furchtlos wie wir waren fuhren mein Mann, Krümel, die Oma und ich also gestern Morgen bei herrlichem Sonnenschein und beinahe winterlichen Temperaturen los. Unsere Mägen knurrten um die Wette, doch wir hatten es ja nicht weit. Wie erwartet drängten sich auf den Parkplätzen bereits die Autos der anderen Verrückten.

Voller Parkplatz

Wir erwischten noch einen freien Platz und fuhren fünf Minuten später mit dem Aufzug dem Restaurant im Obergeschoss entgegen. Glücklicherweise schienen die meisten Besucher bereits gefrühstückt zu haben, denn im Restaurant war wenig los. Wir waren mit meiner Tante verabredet und die wartete schon auf uns. Ein paar weitere Minuten später stand unser Frühstück vor uns.

Deftiges Frühstück

Nachdem unsere Teller leergeputzt und die Bäuche gefüllt waren, stellte ich auf Twitter fest:

Denn: Für ein Kleinkind gibt es dort ja so viel zu entdecken! Im Restaurant kann man rumlaufen, jeden freien Stuhl berühren und sich von Mama vorlesen lassen, was es zu Mittag geben wird. In der Abteilung mit den Kinderzimmern wird’s noch besser. Dort kann man solange in Spielzelte hinein- und wieder herauskrabbeln bis es einem schwindlig wird.

Spielzelt

Ich glaube übrigens, so ein Zelt brauchen wir bald auch.

Auf der riesigen Wendeltreppe konnte man prima abwärts düsen.

Wendeltreppe ohne Stufen

Rutschen gab’s auch…

Hochbett mit Rutsche

…und einen fahrbaren Untersatz.

Rutschauto

Noch bevor wir uns zum Bällebad im Kinderparadies vorgearbeitet hatten, war Krümel schon ganz müde von den neuen Eindrücken. So verpackten wir uns schnell in unsere Winterjacken, um rechtzeitig zum Mittagschlaf wieder zuhause zu sein.

Ich hatte während unserem Rundgang im Vorbeigehen noch ein paar Sachen für die Weihnachtsdeko für’s nächste Jahr entdeckt, doch nachdem ich die Schlangen an der Kasse gesehen hatte, fand ich die Sachen plötzlich gar nicht mehr so hübsch. Glücklicherweise musste meine Tante eh anstehen, da konnte ich ihr einfach meine Deko in die Hand drücken. Ein bisschen gemein, aber sonst wäre uns der Krümel zu früh eingeschlafen.

So hatten wir einen schönen Vormittag ohne uns vom Postweihnachtstrubel stressen zu lassen.

Solch einen Ausflug kann ich allerdings nur unter der Voraussetzung empfehlen, dass der Verteilungsschlüssel Kind:Erwachsener bei mindestens 1:4 liegt. Schon allein wegen der eigenen Nerven, wenn der Nachwuchs auf das Regal mit den Glasvasen zu wankt ;-)

Morgens halb zehn im Möbelhaus
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