Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich je zum Liebster Award nominiert werde – schon gar nicht so früh in meinem Blogger-Leben. Nu isses aber passiert. Und dann gleich von vier tollen Damen! Uff. Vielen Dank, ich fühle mich sehr geehrt und habe eure Fragen nach bestem Gewissen beantwortet.

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Lady Nr. 1: Grummelmama

Den Anfang macht die liebe Katja. Ich bin ein Fan ihres Blogs Grummelmama und besonders ihres Humors. Sie hat sich ein paar richtig tolle Fragen überlegt.

1. Was glaubst du, würdest du heute tun, wenn du keine Kinder bekommen hättest?

Das Kinderbekommen ist bei mir noch nicht so lange her. Aber ich denke, dass ich ohne Schwangerschaft und Elternzeit mittlerweile den nächsten Entwicklungsschritt im Job getan hätte. So muss das noch etwas warten.

2. Bist du ein Hunde- oder Katzenmensch? Warum?

Zu Hunden habe ich eine Art intuitive Verbindung – zumindest bilde ich mir das ein. Katzen waren schon immer mysteriöse Wesen für mich, obwohl ich auf dem Land aufgewachsen bin und dort sowohl Hunde als auch Katzen um mich hatte.

3. Wenn du 10 Jahre in die Vergangenheit reisen könntest, für einen Tag: Zu welchem Moment würdest du zurückreisen?

Ich würde gerne zum Tag der Geburt von Krümel zurückreisen und den Tag noch einmal ganz anders wahrnehmen und genießen.

4. Was ist das Wichtigste, was du deinen Kindern mit auf den Weg ins Leben geben möchtest?

Wenn es mir gelingt meinem Sohn zu vermitteln, dass die Familie das Wichtigste auf der Welt ist und sie immer für ihn da ist, dann bin ich glücklich.

5. Weihnachtsmann oder Christkind?

Weihnachtsmann! Das Christkind hat doch gar nicht die Kraft, die ganzen Geschenke zu schleppen.

6. Was war dein Held oder Idol der Kindheit?

Mein Held der Kindheit war Batman. Und entgegen der damaligen Erwartungen sämtlicher Erwachsenen ist er es heute immer noch. Fangirl bleibt Fangirl – da hilft auch Erwachsenwerden nur bedingt.

7. Wenn die gute Fee jetzt vor dir stünde mit EINEM Wunsch zur Erfüllung – welcher wäre das?

Ich glaube, ich würde mir den Wunsch für schlechte Zeiten aufsparen. Da kommt wohl die sparsame Schwäbin in mir durch.

8. Hast du eine kindische Eigenschaft, die du niemals ablegen konntest oder wolltest?

Vielleicht der Drang manchmal am liebsten trotzig auf dem Boden herum zu rollen, weil irgendwas gerade so überhaupt nicht nach meiner Nase geht. Glücklicherweise siegt dann doch meistens die Vernunft.

9. Welchen Knopf müssen deine Kinder/muss dein Kind drücken, um dich total um den Finger wickeln zu können?

Mein Sohn hat mich eh schon um alle zehn Finger gewickelt. Wenn er noch ein bisschen älter wird, habe ich wahrscheinlich ganz verloren: „Ich will noch ein Eis, Mama!“ – „Nein, du hattest schon drei…Awww…na gut, aber nur noch eins, ja?“

10. Bist du die Mutter/der Vater geworden, die/der du als Kind werden wolltest?

Nach aktuellem Stand: Ja. Ich wünsche mir allerdings, dass ich geduldiger wäre.

11. Wobei kannst du so richtig chillen und abschalten im chaotischen Alltag?

Mein Mann. Die Couch. Leckeres Essen – In dieser Reihenfolge und genau in dieser Kombination.

 

Lady Nr. 2: Mama on the rocks

Die zweite Nominierung stammt von Séverine – besser bekannt als Mama on the rocks. Eine taffe Frau, die es irgendwie schafft Familie und Job zu wuppen und gleichzeitig so viel positive Energie auszustrahlen.

1. Was war die weiteste Reise Deines Lebens? 

Als Teenie ging es mit der Familie nach New York. Ich bekomme heute noch wohlige Gänsehaut, wenn ich an dieses Abenteuer denke.

2. Deine aktuelle Lieblingsserie und warum?

Friends – mein all-time-favorite. Ich kann auch nach vielen Jahren immer noch drüber lachen, vor allem seit ich auch meinen Mann damit angesteckt habe. Mittlerweile ist die Serie fast ein bisschen „Zuhause“ für mich.

3. Was bringt Dich zum Ausflippen?

Ungerechtigkeit in jeglicher Form.

4. Was möchtest Du mit 80 Jahren sagen können? „Toll, habe ich 2015 XYZ gemacht“

Wenn ich 80 bin, möchte ich gerne auf dieses Jahr zurückblicken können und sagen, dass ich den beruflichen Wiedereinstieg gut geschafft habe und meinen Sohn glücklich im Kita-Alltag angekommen weiß.

5. Was gefällt Dir an Deinem Partner besonders?

Dass mit ihm die schlechten Tage nicht so dunkel und die schönen Tage noch heller sind. Kitschig, aber wahr.

6. Was liest Du aktuell?

Den „Armageddon-Zyklus“ von Peter F. Hamilton. Ein Science-Fiction-Mehrteiler in der Hörbuch-Variante, gelesen vom großartigen Oliver Siebeck.

7. Womit bringen Dich Deine Kinder am schnellsten zum Lachen?

Wenn der Kleine zur Musik im Kreis tanzt, lacht und klatscht, muss ich einfach mitlachen.

8. Was mochtest Du als Kind nicht essen und liebst/hasst es heute? 

Ich habe Pilze gehasst. Und hasse sie immer noch. Ich fürchte, wir werden auch keine Freunde mehr.

9. Der beste Tipp, den Dir jemand mal gegeben hat?

Nicht bei Rot über die Straße gehen?

10. Hast Du eine Phobie?

Nein. Außer vielleicht vor allem, was keine Beine hat….oder mehr als vier. Wo ich drüber nachdenke, ist alles mit drei Beinen auch irgendwie gruselig.

11. Das ausgeflippteste Hobby, das Du je betrieben hast?

Zählen zwei Tandem-Fallschirmsprünge schon als Hobby? Ansonsten sind die restlichen Hobbys nicht sonderlich außergewöhnlich.

 

Lady Nr. 3: Mutterseelesonnig

Auch von Mutterseelesonnig vom gleichnamigen Blog habe ich eine Nominierung erhalten. Ganz lieben Dank dafür! Schaut unbedingt mal bei ihr vorbei, wenn ihr das nicht eh schon gemacht habt. Allein die Tatsache, dass sie Star Trek mag, macht sie für mich schon sympatisch.

1. Warum hast Du angefangen zu bloggen?

Ich war im Netz auf der Suche nach Blogs von anderen Mamas und Papas mit Behinderung. Da ich nicht fündig wurde, habe ich mir im vergangenen Sommer ein Herz gefasst und selbst mit dem Bloggen begonnen.

2. Hast Du Dich erst im Web umgeguckt oder hast Du einfach losgelegt?

Da ich erst Blogleserin war, bevor ich selbst mit dem Bloggen begonnen habe, kannte ich bereits einige andere Blogs. Besonders umgeschaut, wie andere ihre Blogs aufziehen habe ich allerdings nicht. Ich glaube, das hätte mich – gerade in den ersten Wochen – eher durcheinander gebracht oder verunsichert.

3. Lesen Deine Familie und Freunde Dein Blog?

Aktuell nur mein Mann.

4. Was brauchst Du zum Bloggen?

Ruhe, Ruhe und noch mehr Ruhe. Mit dem Fernseher im Hintergrund oder sogar dem Kleinen um mich herum geht bei mir meist kein gerader Satz von der Hand. Vielleicht noch ein bisschen instrumentale Musik, wenn mir danach ist.

5. Würdest Du auch ohne Kinder / Familie (weiter-)bloggen?

Ich denke nicht, da Kind und Familie meine Hauptthemen sind und die Auslöser waren, dass ich überhaupt mit dem Bloggen begonnen habe. Andere Themen interessieren mich (aktuell) nicht so stark, dass ich Lust hätte darüber zu bloggen. Einen Reiseblog könnte ich mir noch vorstellen – irgendwann mal, wenn wir wieder Zeit zum Reisen haben ;-)

6. Worüber kannst Du bei anderen Blogs lachen?

Über Alltagssituationen – auch gerne mal überspitzt dargestellt. Gerne mit trockenem oder schwarzem Humor.

7. Was berührt Dich bei anderen Blogs?

Wenn Menschen über Themen schreiben, bei denen ich merke wie wichtig sie ihnen sind. Wenn sie es dann auch noch schaffen mir damit ein Thema näher zu bringen, dass ich bis dahin noch gar nicht „auf dem Schirm“ hatte, bin ich hin und weg.

8. Bloggst Du, um Diskussionen & Austausch anzuregen? Oder “nur” um was loszuwerden?

Das „Etwas loswerden“ spielt sicherlich eine große Rolle. Den Austausch mit anderen (egal ob Eltern oder Nicht-Eltern) finde ich aber besonders spannend.

9. Wie gehst Du mit negativem Feedback um?

Es kommt darauf an, ob es gutes oder schlechtes negatives Feedback ist. „Gutes“ negatives Feedback ist konstruktiv, regt dazu an über den eigenen Tellerrand zu blicken und sorgt vielleicht sogar dafür, dass man sich verbessert oder seinen Standpunkt überdenkt. Auf „schlechtes“ negatives Feedback wie persönliche Beleidigungen kann ich allerdings gerne verzichten. Glücklicherweise habe ich bisher nur sehr liebes Feedback bekommen und darüber freue ich mich riesig.

10. Was nervt Dich beim Bloggen?

Dass das alles so irre viel Zeit frisst – allein schon die Auswahl des Hosters bzw. der Bloggerplattform. Das nervt! Besonders wenn man wie ich im Besitz einer chronisch-perfektionistischen Ader ist.

11. Was macht Dir am meisten Spaß beim Bloggen?

Oh, vieles: Das Schreiben, das Zeichnen, das Fotografieren, das Konfigurieren und der Austausch mit Lesern und anderen BloggerInnen.

 

Lady Nr. 4: Eva von 150 Prozent

Die letzten 11 Fragen stammen von Eva. Ihr Blog 150Prozent ist wie meiner noch sehr jung. Sie schreibt aus ihrem Leben als Zweifachmama und hat sich ebenfalls Fragen rund ums Bloggen ausgedacht.

1. Wie bist Du zum Bloggen gekommen?

Das Bloggen ist für mich die perfekte Plattform, um auf verschiedene Arten kreativ zu sein – schreiben, zeichnen, vernetzten. Als ich das erkannt hatte, konnte ich nicht mehr anders als mein Blog zu starten.

2. Was treibt Dich an, es immer wieder zu tun?

Mein Antrieb sind die Themen, die sich in meinem Kopf anstauen und darum kämpfen aufgeschrieben zu werden. Außerdem möchte ich anderen Menschen mit Behinderung Mut auf Familie machen.

3. Was war Dein schönstes Blogging-Erlebnis bis jetzt?

Der erste Kommentar von einer lieben Leserin auf dem Blog. Darüber habe ich mich gefreut wie ein kleines Kind.

4. Was sind für Dich Tabu-Themen bzw. zu private, um sie zu posten?

Oh, da gibt es vieles. Ich stricke meinen Blog hauptsächlich um mich und meine Gefühle als Mama herum. Mein Mann und meine Freunde lasse ich da meistens außen vor. Auch möchte ich z.B. nicht die Namen meiner Familie nennen und auch nicht ihre Gesichter zeigen.

5. Wie stehst Du zum Thema Werbung auf Blogs?

Mit Werbung auf Blogs habe ich kein Problem. Bedingung ist, dass es immer gekennzeichnet ist, nicht überhandnimmt und ich das Gefühl habe, dass der Blogger/die Bloggerin tatsächlich von dem überzeugt ist, was er/sie da schreibt.

6. Was macht Deiner Meinung nach einen gelungenen Blog aus?

Wenn der Blog die Höhen und Tiefen des Lebens zeigt. Also nicht nur die Sonnenseite, sondern auch mal die Schatten.

7. Was würdest Du an einem Tag machen, an dem die ganze Familie ausgeflogen ist und Du alleine zu Hause bist?

Laute Musik und Durch-die-Wohnung-tanzen würden vermutlich eine große Rolle darin spielen.

8. Wer oder was macht Dein Leben schön?

Meine Familie. Damit steht und fällt alles.

9. Welche drei Tipps würdest Du Blog-Neulingen zu deren Start geben?

Hmm, jeder ist anders und hat eine eigene Motivation, aber diese drei Dinge haben mir damals geholfen:

a) Brainstorming: Eine Liste aller Themen aufstellen, über die man gerne bloggen würde, um zu sehen, ob man überhaupt genug „Stoff“ für einen Blog hat.

b) Vor dem eigentlichen Start mindestens die ersten fünf Beiträge komplett fertig haben, um zu sehen, ob einem das Schreiben überhaupt Spaß macht.

c) Überlegen, ob man den Blog neben dem Schreiben noch mit anderen Interessen verbinden kann, um die eigene Motivation noch zu steigern. Ich habe z.B. das Zeichnen von Beitragsbildern mit dem Bloggen kombiniert.

10. Was war das bisher schönste Erlebnis mit Deiner Familie/Deinen Kindern?

Der erste gemeinsame Urlaub. Die intensive Zeit zu Dritt mit vielen tollen Erlebnissen hat uns als Familie noch mehr zusammengeschweißt.

11. Was wünscht Du Dir am meisten für Dein/e Kind/er?

Ich wünsche mir, dass mein Sohn später auf eine tolle Kindheit zurückblicken kann, die ihm ein warmes Gefühl gibt, wenn er daran zurückdenkt.

~~~~~~~~~~~

So, das waren meine Antworten auf die Fragen der lieben Blogger-Kolleginnen. Laut den Spielregeln des Liebster Awards bin ich nun am Zug mit fragen. Nun denn:

Meine Fragen

  1. Gibt es ein kleines Ritual im Alltag mit deinen Kindern, das du besonders genießt?
  2. Gab es in deiner Kindheit einen bestimmten Ort, an dem du gerne gespielt hast?
  3. Kaffee oder Tee?
  4. Welchen Entwicklungsschritt deiner Kinder kannst du nicht mehr erwarten?
  5. Wer schläft beim Vorlesen schneller ein: Du oder die Kinder?
  6. Hast du den grünen Daumen oder gedeiht bei dir nur Plastik?
  7. Von welchem Film bzw. welcher Filmszene hattest du als Kind Angst?
  8. Meer oder Berge?
  9. Welche Eigenschaft sollen deine Kinder auf keinen Fall von dir übernehmen?
  10. Als was oder wen hast du dich als Kind gerne verkleidet?
  11. Wenn du ein Gemüse sein müsstest, welches wärst du dann?

Die Nominierten

Mir ist bewusst, dass der „Bester Award“ in der Familienbloggerszene gerade ziemlich grassiert. Aber ich bin so stolz, dass mir tatsächlich 11 Fragen eingefallen sind, dass ich sie dennoch auf die Reise zu ein paar meiner lieben Blogger-KollegInnen schicken möchte. Und zwar zu:

Fühlt euch nicht unter Druck gesetzt meine Fragen zu beantworten. Ich weiß, dass Zeit für Blogger immer ein kostbares Gut ist – für Eltern sowieso. Solltet ihr trotzdem Lust haben mitzumachen, freue ich mich sehr, denn ich würde eure Antworten einfach zu gerne lesen.

Liebster Award – 4 Ladys, 44 Fragen, ebenso viele Antworten
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2 Gedanken zu „Liebster Award – 4 Ladys, 44 Fragen, ebenso viele Antworten

  • 8. November 2015 um 9:27
    Permalink

    Liebe Anja,
    ganz lieben Dank für die offene und ehrliche Beantwortung meiner Fragen – es hat Spaß gemacht, die Antworten zu lesen!
    Ich freue mich schon auf die nächsten Beiträge auf Deinem Blog und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und natürlich Spaß damit.
    Liebe Grüße
    Eva

    Antworten
    • 8. November 2015 um 12:30
      Permalink

      Sehr gerne! Das Beantworten hat mir auch viel Freude gemacht.

      Antworten

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