In den letzten Wochen habe ich unzählige Blogbeiträge begonnen, wieder unterbrochen, komplett umgeschrieben, verworfen und wieder von vorne begonnen. Es war mühsam und nichts wollte so recht fließen. Meine Gedanken drehten sich permanent im Kreis. Zu viele Themen schwirren gleichzeitig in meinem Kopf herum und keines ließ sich so richtig greifen. Es hat eine Weile gedauert bis ich erkannte, woran das liegt.

00018

Bei uns finden gerade viele Veränderungen statt. Die beiden größten sind der Kita-Start von Krümel und mein Wiedereinstieg ins Arbeitsleben („Arbeits“leben – als ob das Leben als Vollzeitmama keine Arbeit wäre. Thehe).

Mit diesen großen Meilensteinen geht ein Gefühlschaos einher, das mich in letzter Zeit fest im Griff hat. Besonders die Kita-Eingewöhnung hat mich emotional gefordert. Nicht weil sie schlecht verlief (sie lief sogar sehr gut), sondern weil mir die Trennung von Krümel mehr zusetzte als ich dachte. Das ist sowohl für ihn als auch für mich ein großer Schritt, der aber auch viel Positives mit sich bringt.

Dann ist da noch der Wiedereinstieg in den Job. Der war eigentlich schon für den Oktober geplant, doch da wir Krümels Eingewöhnung wegen Krankheit um eine Woche verschieben mussten, habe ich meinen Wiedereinstieg auf den November verschoben. So hatten wir keinen zeitlichen Druck und Krümel konnte sich Zeit damit lassen zu entscheiden, ob ihm die Kita tatsächlich gefällt. Der Oktober rast regelrecht vorbei und so grüble ich allmählich wieder über die Arbeit nach. Ich freue mich auf meine Kollegen und auf die neuen Aufgaben. Ein seltsames Gefühl ist es aber schon, immerhin hatte ich knapp 1,5 Jahre Pause vom Büroalltag. Ob ich wohl viel vergessen habe und schnell wieder reinkomme? Wie viel hat sich in meiner Abwesenheit wohl verändert?

Eine weitere Veränderung, die zurzeit an mir nagt, ist, dass unser Einschlafritual nicht mehr funktioniert. So gar nicht. In den vergangenen Wochen lief das meist sehr harmonisch und Krümel schlief – von mir begleitet – sehr schnell in seinem eigenen Bettchen ein. Seit vorletzter Woche lässt er sich jedoch nicht mehr ablegen und kommt kaum noch zur Ruhe. Einschlafen geht nur noch mit Körperkontakt im Ehebett und das auch nur, nachdem er eine Weile quer durchs Bett gerollt ist.

Ich vermute, dass es mit dem Kita-Einstieg zusammenhängen könnte. Vielleicht muss sich Krümel auf diese Weise zurückversichern, dass wir weiterhin für ihn da sind. Eine zusätzliche Portion Körperkontakt geben wir ihm da gerne.

Auch wenn ich das abendliche Kuscheln mit ihm sehr genieße (das konnte er bisher nie leiden), bin ich dennoch verunsichert, weil ich nicht weiß, wie wir das Einschlafritual umgestalten sollen, damit er sich wieder richtig wohl fühlt und zum Einschlafen nicht mehr durchs halbe Schlafzimmer turnen muss.

Ein weiterer Punkt, der mich momentan sehr beschäftigt, sind Krümels zunehmende…ich nenne sie mal Gemütsschwankungen. Darf er etwas nicht tun oder klappt etwas nicht auf Anhieb, brüllt er los und schmeißt sich auf den Boden. Diese Wutanfälle kommen auch manchmal völlig überraschend für mich, da es keinen erkennbaren Auslöser gibt. Natürlich gibt es immer einen Grund, aber ich habe immer häufiger das Problem, diesen nicht gleich zu finden.

All diese Veränderungen rumoren gerade in mir. Einer allein wäre nicht schlimm. Alle zusammen bringen mich ins Schwimmen. Es fällt mir nicht leicht Ordnung in mein Inneres zu bekommen. Dieser Post ist zumindest ein Anfang. In der nächsten Zeit werde ich noch einmal ausführlich zu jedem Thema etwas schreiben, für heute soll es aber gut sein.

Habt ihr auch Phasen, in denen mehrere Dinge gleichzeitig auf euch einprasseln und es euch schwer fällt, den Überblick zu behalten?

Große Veränderungen – Chaos im Kopf
Markiert in:                    

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: