Mein Sohn kennt viele sagen wir mal…interessante Arten in den Schlaf zu finden. Mit welchen Einschlaftypen ich in den letzten Wochen und Monaten Bekanntschaft machen durfte, verrate ich euch heute.

Der Nomade

Der Einschlaftyp Nomade ist stets auf Wanderschaft. Während sich der elterliche Einschlafbegleiter am äußeren Bettrand ansiedelt, schlägt der Nomade seine Zelte unermüdlich und mehrmals in der Minute an einer anderen Stelle auf.

Der Bergsteiger

Der Bergsteiger fühlt sich von Höhen aller Art magisch angezogen: Ob Bettpfosten oder Mamas Kopf – alles muss erklommen werden. Ist der höchste Punkt erreicht, lässt sich der Bergsteiger zurück ins Tal sinken, um nach einer kurzen Verschnaufpause die nächste Anhöhe zu beklettern.

Der Bumerang

Der Bumerang ist ein lebhafter Geselle. Mit Vorliebe hüpft er aus dem Familienbett und umrundet selbiges jauchzend, nur um auf der anderen Seite wieder hinaufzuklettern. Entgegen der Annahme des Erziehungsberechtigten, der diesen Kreislauf irgendwann für ermüdend hält, verliert der Bumerang nie den Spaß an diesem Spiel.

Der Akrobat

Der Akrobat ist ein wahrer Künstler. Er zeigt während des Einschlafprozesses die atemberaubendsten Verrenkungen. Da wird sich gedreht, gewunden und gebogen was das Zeug hält, während die Augenlider des Erziehungsberechtigten immer schwerer werden.

Das Faultier

Das Faultier ist für seine Eltern eine wahre Wonne. Es lässt sich überall ablegen (Bettchen, Krabbeldecke, Fernsehtischchen…) und verharrt dort regungslos in seligem Schlaf. Selbst ein Erdbeben könnte ihm kein Zucken mit der Augenbraue entlocken. Leider gehört das Faultier zu einer äußerst seltenen Spezies.

Der Schaukler

Der Schaukler stellt schon etwas mehr Ansprüche. Er möchte geschunkelt und betüddelt werden. Hauptsache alles ist in Bewegung. Die optimale Einschlafumgebung ist dann erreicht, wenn die Position für den elterlichen Einschlafbegleiter möglichst unbequem ist.

Der Pflug

Der Pflug hat trotz später Stunde viel zu tun: Kopf auf’s Bettlaken, Popo in die Höhe und los geht’s! Ohne Rücksicht auf etwaige Hindernisse schiebt sich der Pflug auf diese Weise durchs Familienbett.

Die Planierwalze

Perfektioniert durch das Rollen um die eigene Achse ist die Planierwalze eine interessante Variante des Pflugs. Lassen sich Hindernisse dadurch sogar noch besser niederwalzen.

Das Stehaufmännchen

Das Stehaufmännchen macht es dem elterlichen Einschlafbegleiter besonders schwer, denn – wie sein Name schon sagt – es steht gerne auf – und lässt sich fallen. Gerne wird dies von einem theatralischen Seufzer begleitet. Beim Fallen nimmt das Stehaufmännchen keine Rücksicht auf solche Nebensächlichkeiten wie die elterliche Nase oder den Unterkiefer. Aufstehen, Fallenlassen, Aufstehen, Fallenlassen, knack…es ist ein Fest!

Der Ich-bin-nicht-müde

Der Ich-bin-nicht-müde ist wohl der am häufigsten vertretene Einschlaftyp und macht seinem Namen alle Ehre – na dann, gute Nacht!

Kind turnt im Bett

~~~~~~~~~~~~~~

Welcher Einschlaftyp ist euer Kleinkind? Kennt ihr vielleicht noch weitere?

Die 10 Einschlaftypen von Kleinkindern
Markiert in:    

2 Gedanken zu „Die 10 Einschlaftypen von Kleinkindern

  • 9. März 2016 um 20:02
    Permalink

    Das Jojo,
    Kommt immer wieder. Hat Hunger, zurück ins Bett, hat Durst, zurück ins Bett, muss unbedingt noch was erzählen, zurück ins Bett, hat Bauchweh, zurück ins Bett, die Schwester ist ja so laut, zurück ins Bett, hat wieder Durst, zurück………………. usw

    Antworten
    • 26. Mai 2016 um 22:58
      Permalink

      Hihi, „Das Jojo“ ist auch ein prima Einschlaftyp. Besonderes Merkmal: Ausdauer.

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: