Kaum hat man sie zur Welt gebracht und zack – ist ein Jahr vorbei. Auch wenn wir schon im August gefeiert haben, möchte ich Euch heute erzählen, wie wir Krümels ersten Geburtstag verbracht haben.

Zuallererst möchte ich noch erwähnen, dass ich mir fest vorgenommen hatte, kein großes Ding draus zu machen. Erstens hat Krümel noch keinen Schimmer was ein Geburtstag ist und zweitens wollten wir uns keinen großen Stress machen. Einfach eine kleine gemütliche Feier mit ein paar Freunden, die in der Nähe wohnen, Kuchen verputzen und gut is. Jaaaa-haa, denkste.

Der erste Punkt, an dem unser Plan scheiterte, waren die Gäste. Denn so ganz ohne Familie wollten wir nun doch nicht feiern. Gut, dann also noch die Großeltern und unsere Geschwister mit Anhang einladen. Dann waren es nur leider zu viele Personen für unsere Wohnung. Und schwupps, wurde aus der einen Feier zwei.

Da Krümels erster Geburtstag auf einen Wochentag fiel, konnten wir die Feier erst um 17 Uhr starten, wenn unsere Freunde von der Arbeit kommen. Das hatte zumindest den Vorteil, dass ich noch den ganzen Tag zum Vorbereiten hatte. Dank der Oma, die sich den Kleinen geschnappt und auf den Spielplatz gegangen ist, hatte ich auch tatsächlich Zeit dazu.

Wir hatten bereits alles Notwendige eingekauft nur das Paket mit den Deko-Artikeln, die ich bereits zwei Wochen zuvor bestellt hatte, war nicht geliefert worden. Während ich schon mal die spärliche, restliche Deko verteilte, verfluchte ich innerlich den Lieferanten und maulte „Dann sieht die Wohnung halt kacke aus“ vor mich hin.

Gerade hatte ich den letzten Luftballon aufgeblasen, da klingelte es an der Tür. Tadaaa, der Postbote: Rettung in letzter Minute. Also schnell auspacken und alles an die Wände tackern.

An mir ist kein Deko-Genie verloren gegangen, deshalb hatte ich in den letzten Wochen auch gefühlte 100 Stunden damit verbracht, nach geeigneten Artikeln zu suchen. Aber irgendwie fand ich überall immer dasselbe. Hätte ich eine Eisköniginnen-Einhorn-Piraten -Themen-Party geplant, hätte ich mich jedenfalls totkaufen können.

Das Praktische am ersten Geburtstag ist ja, dass die Kleinen noch keine konkreten Wünsche haben, so konnte ich kaufen, was mir gefiel. Hehe.

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Am frühen Nachmittag kam der Mann nach Hause und brachte Blumen für mich mit (hachz). Zusammen mit dem Geburtstagsstrauß der Oma und unserem Geschenk, war der Gabentisch auch schon ein bisschen gefüllt.

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Nun wurde es Zeit für die Torte. Schon kurz nach Krümels Geburt wusste ich genau, wie diese aussehen sollte. Eine mehrschichtige Biskuit-Torte mit Erdbeeren und Brombeeren, die so drapiert werden, dass das Ganze von oben wie ein Marienkäfer aussieht. Da an mir auch kein Back-Genie verloren gegangen ist, war das eine mittelschwere Herausforderung für mich.

Naja, das Ziel habe ich zwar nicht ganz erreicht, aber lecker war‘s trotzdem.

Geburtstagskuchen

An dieser Stelle noch ein Profi-Tipp zum Backen: Man sollte die Sahne ERST aufschlagen und DANN die Mascarpone dazugeben. Andernfalls darf man nämlich mit dem Löffelchen versuchen die beiden Substanzen wieder voneinander zu trennen. Für Sie getestet.

Es ist zudem von Vorteil, wenn das Rührgerät NICHT nach zwei Sekunden kaputt geht und danach nur noch die Stufen „Aus“ und „Turbo-Gang“ kennt. So bekam auch gleich die Küche ein schickes Tupfenmuster.

Der Mann ging nochmal los, um beim Bäcker die bestellte Riesenbrezel abzuholen. Die war mit Wurst, Käse und Lachs belegt. Damit war für jeden Geschmack was dabei und sparte uns obendrein noch enorm Zeit und Nerven. Mit ein paar Minion-Kerzen gespickt sah die Brezel dann auch ganz nett aus, oder?

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Wir schnibbelten anschließend noch einen Salat und deckten den Tisch. Auch hier waren die kleinen, gelben Glatzköpfe vertreten.

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Ich platzierte gerade noch die letzten Beeren auf der Torte, da klingelten auch schon die ersten Gäste. Daher verzichtete ich auf die Glasur, was den Marienkäfer-Effekt leider etwas leiden ließ. Nunja.

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Besonders gefreut hat mich, dass meine Schwägerin kurz vorbeischaute. So hatte ich die Gelegenheit an meinem neugeborenen Neffen zu schnuppern. Hachz.

Brezel und Kuchen hat allen geschmeckt – zumindest haben sie das behauptet. Krümel kam auch auf seine Kosten und wurde von allen Seiten betüddelt. Aufgrund der späten Uhrzeit verzichteten wir aufs Geschenkeauspacken. Das wollten wir eh auf die kommenden Tage verteilen, um den Kleinen nicht zu überfordern. Und auch ohne Geschenke herrschte schon genug Trubel.

Um 19:30 Uhr komplimentierten wir den Besuch hinaus, um Krümel noch etwas Gelegenheit zu geben wieder runterzukommen. Er war nämlich schon so aufgedreht, dass er nicht einmal mehr ein Stückchen vom Geburtstagskuchen probieren wollte. Oder lag das etwa an meinen Backkünsten?!

Der Abend war sehr schön. Trotzdem war ich froh, als wir wieder zu dritt waren und Ruhe einkehrte. Ich war völlig platt und dabei haben wir’s uns eigentlich recht einfach gemacht. Ich kann nun jeden verstehen, der den ersten Geburtstag seines Kindes nur im ganz kleinen Kreis und ohne Gäste feiern möchte.

Ich glaube, sobald das mit den Kindergeburtstagen anfängt, sind wir einfach immer zufällig im Urlaub. Hüstel.

Der zweite Teil der Geburtstagsfeier fand dann am Wochenende statt. Meine Eltern und die Schwiegerfamilie kamen am Nachmittag. Die Dekoration hing ja noch von der eigentlichen Feier, daher gab’s hier nichts zu tun. Zum Essen gab es ganz Kinder-Party-like Würstchen mit Kartoffelsalat und Baguette. Als Nachtisch hatte ich am Tag zuvor noch einen Schoko-Kirsch-Kuchen vorbereitet.

Da das Wetter schön sommerlich war gingen wir mit der ganzen Meute in den Park. Dort zieht ein Bummelbähnchen seine Kreise und wir haben die Gelegenheit genutzt und sind mit der ganzen Familie eine Runde mitgefahren. Krümel hatte dabei besonders viel Spaß und kam aus dem Quietschen kaum raus.

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Anschließend wurde der Kleine auf Papas Schultern durch die Gegend getragen und hat mit seinem Onkel rumgealbert. Auf einer Wiese packte der Opa dann noch Seifenblasen für das Geburtstagskind aus.

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Rundum war es ein entspannter und toller Tag. Ich bin trotzdem froh, dass der nächste Geburtstag noch eine Weile hin ist. Und davor kommen ja noch Nikolaus und Weihnachten und Ostern…

Der erste Geburtstag
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